Rund 50 Millionen Euro Wirtschaftsförderung für Unterfranken im Jahr 2025

017 - 25.03.2026

Rund 50 Millionen Euro Wirtschaftsförderung für Unterfranken im Jahr 2025

Würzburg (ruf) – „Mit rund 50 Millionen Euro an neu bewilligten Zuschüssen hat die Wirtschaftsförderung in Unterfranken im Jahr 2025 erneut wichtige Impulse für die regionale Wirtschaft, die touristische Infrastruktur und private Investitionen gesetzt“, zieht Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer Bilanz.

Nach zwei Jahren der Rezession ist die deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht gewachsen. Hohe Energiepreise, ein relativ hohes Zinsniveau und globale Unsicherheiten hemmten jedoch die Erholung – auch in Unterfranken. Trotz dieser Herausforderungen investierten viele Unternehmen, Kommunen und Einrichtungen der Region in ihre Zukunft. Die finanziellen Mittel wurden der Regierung von Unterfranken durch die Bayerische Staatsregierung auf der Grundlage des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushalts bereitgestellt. Außerdem kamen Fördermittel aus Bundes- und EU-Programmen zum Einsatz, darunter Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Unterstützung für mittelständische Unternehmen und Tourismus

Über die bayerischen Förderprogramme für gewerbliche Wirtschaft und Tourismusbetriebe wurden 2025 Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistung und Fremdenverkehr mit mehr als 21,3 Millionen Euro unterstützt. So konnten rund 2.450 Arbeitsplätze gesichert und rund 120 neue geschaffen werden. Das damit verbundene Gesamtinvestitionsvolumen belief sich auf nahezu 172 Millionen Euro.

Ein weiterer Schwerpunkt lag zudem auf der Digitalisierung kleiner Betriebe. Das dafür im Jahr 2024 neu aufgelegte Programm „Digitalbonus“ fördert die Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen sowie die IT-Sicherheit. 2025 wurden 205 Projekte mit insgesamt 1,5 Millionen Euro unterstützt.

Gigabit-Ausbau und digitale Bildung

Der bayerische Gigabitausbau wurde auch 2025 konsequent fortgeführt und mit 6,05 Millionen Euro bezuschusst. Ziel ist ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz, das Anwendungen aus Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Robotik oder Internet of Things ermöglicht. 

Auch der digitale Wandel an Schulen machte Fortschritte. Kommunale und private Schulträger erhielten 0,73 Millionen Euro für moderne IT-Ausstattung. Weitere 0,5 Millionen Euro flossen in Strukturen für die technische Administration der digitalen Bildungsinfrastruktur.
 
Fachkräfte, Qualifizierung und regionale Entwicklung

Zur Stärkung der beruflichen Bildung förderte die Regierung von Unterfranken die Aktivitäten der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammer und weiterer Bildungsakteure mit rund 4,04 Millionen Euro. Die Mittel flossen unter anderem in Schulungsstätten, überbetriebliche Ausbildung, Betriebsberatungen und Wettbewerbe, wie z. B. die Deutsche Meisterschaft im Handwerk (German Craft Skills).

Darüber hinaus wurden im Bereich Regionalmanagement und Regionale Identität vier Projekte mit insgesamt über 1 Million Euro gefördert.  Das Ziel dieser Förderung ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Region zu stärken, die regionale Identität zu fördern und gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen sicherzustellen.

Forschung und Technologietransfer

Forschung und Entwicklung bleiben ein zentraler Wachstumsmotor. 2025 stellte die Regierung 13,48 Millionen Euro für Forschungsinfrastruktur, wissenschaftliche Kooperationen und Technologietransfer bereit. Hier wurde bspw. das Projekt „Künstliche Intelligenz für eine nachhaltig optimierte Wertschöpfung“ der Fraunhofer Gesellschaft mit rund 5 Millionen Euro und das Forschungsprojekt „BIOFIT – Biotechnologie-Innovationen für High-End Immuntherapien und Theranostik“ des Universitätsklinikums Würzburg mit rund 4,5 Millionen Euro finanziert.